Die Seele verlässt den sterbenden Körper und geht ein ins Seelenland, eine
Zwischenwelt, bevor sie in einem ihrer Leben die Stufe des Lichtmenschen
erreicht hat.
Die Seele des verstorbenen Menschen wird geführt und geleitet von den
Engelwesen, die sie schon im Leben um sich gehabt hat. Sie wird zunächst
empfangen vom allumfassenden Licht des Lebens und der Liebe. Der Lebenskampf ist
aus. Die Seele erblickt ihr eigenes Innere im Aussen.
Sanfte Sphärenharmonie empfängt die schon im Leben zur Ruhe gekommene Seele,
was als Freude empfunden wird. Phantomische Schmerzen werden verspürt über
selbst verschuldete Missetaten. Das gesamte Karma wird nun eingesehen. All die
verpassten Gelegenheiten, an die der Mensch während des Lebens herangeführt
worden ist, werden schmerzvoll empfunden. Leid, das den beseelten Wesen auf der
Erde zugefügt worden ist, wirkt in gleicher Weise leidvoll zurück. Dieser
Zustand der Anklage dauert so lange, bis das gesamte aufgerührte Karma sich im
Wasser des Lebens wieder gesetzt hat.
Die Seele verharrt nun im Seelenland, dem Zwischenreich, ohne aufsteigen zu
können. Menschen, die im Leben den Läuterungsprozess noch nicht vollzogen haben,
müssen in diesem Zwischenreich bleiben. Sie warten dann sehnsuchtsvoll darauf,
bis ein passendes kosmisches Fenster offen ist für eine wiederholte
Erdenwanderung. Deshalb müssen wir hier auf Erden wirken, solange es Tag ist.
Denn es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.
Ich frage den Himmel, ob dieses Seelenland bereits zum Paradies gehört?
Antwort: 'Du stehst vor dem Paradies, doch der Abgrund
herrscht. Ein grosser Felsblock versperrt den Zugang. Du suchst Helfer und
Freunde, die dir Liebe bringen. Du suchst einen neuen Anschub. Du bist wie der
Grashalm, der endlich durch den Asphalt brechen möchte.
Jedes Mal, wenn du einen neuen Anlauf nehmen möchtest, treten neue Blockaden
auf. Ändere deine Einstellung und suche neue Freunde. Verliere nicht den Mut,
Helfer sind bei dir. Gehe ein neues Bündnis ein. Bleibe auf deinem Weg. Du
weisst nicht wirklich, was zu tun ist. Gehe in dich und frage den Himmel um Rat.
Deine Quelle muss gereinigt werden. Du erkennst, dass das Wasser nur dann
fliessen kann, wenn der Brunnen rein und klar ist. Der Weg ins Paradies ist nur
möglich durch die Reinigung deines Brunnens.
Dein inneres Licht ist das Gefäss zum Schöpfen des Wassers des Lebens. Die
Quelle ist das Symbol für die Kommunikation mit dem Paradies und in der Erde ist
die Kraft, die dahin führt. Bleibe dran, an dem Ort, wo du bist. Ändere deine
Vorstellung, was richtig ist, aber ändere deinen Standort nicht. Arbeite für das
Wohl der Gemeinschaft.
Die sanft durchdringende Liebe ist das Mass aller Dinge. Die Christus-Energie
der Liebe verändert alles und führt ins Paradies.'
Dank an euch, Ihr Meister auf dem Wege. Herzlichen Dank!
Stimmen im Kopf
Das Thema, über das wir hier reden, ist absolut top und hochaktuell. Es darf
als gesicherte Erkenntnis angesehen werden, dass im Inneren eines jeden Menschen
eine grössere Anzahl von Personen wie an König Arthus Tafelrunde versammelt
sind. Solange diese inneren Personen friedlich miteinander verkehren, verstehen
sie sich ohne Worte. Bei vielen Menschen verkehren diese inneren Personen jedoch
nicht friedlich miteinander, sondern streiten oder arbeiten sogar gegen
einander. Die Stimmen, die von Menschen in ihrem Kopf gehört werden, sind die
Stimmen dieser inneren Personen. Manche Menschen erschreckt dies, andere sind
entsetzt. Aber wir brauchen nicht zu erschrecken oder entsetzt zu sein. Und
krankhaft ist es schon garnicht.
Als kosmische göttliche Wesen sind wir umgeben von Seelenwesen des
Zwischenreichs, die aufgrund ihres Karmas noch nicht in den Himmel aufgenommen
werden können. Aber auch sie brauchen Liebe, wie wir alle. Und diese Liebe
möchten sie von uns haben. Weil wir aber oft nicht bereit sind, unsere Liebe
allen zu schenken, sind viele von ihnen erzürnt und lehnen die ab, die unsere
Liebe erhalten haben oder noch erhalten werden oder lehnen auch uns ab. Denn
Liebe ist die Nahrung aller Wesen. Leider können wir nicht wahllos allen unsere
Liebe schenken, denn viele treiben Missbrauch damit. Besonders schmerzhaft ist
es zu sehen, dass Menschen von gewissenlosen Wesen des Zwischenreichs verführt
werden, ihnen allein alle Liebe zu schenken. Sie gaukeln ihnen vor, sie würden
unermesslich geliebt, nur um selbst diese Liebe zu erhalten, die sie als Nahrung
selbst so unermesslich brauchen, weil sie sich so einsam fühlen.
Dies ist doch die Geschichte von Parzival, der erst zum Gralsritter werden
durfte, als er Mitgefühl zum leidenden König zeigte. Keine Angst, kein
Erschrecken und kein Entsetzen. Jeder von uns lebt auf einem der sieben Strahlen
der Liebe. Und jeder Strahl führt zu Gott, durch seine sieben Hohen Elohim, die
unablässig ihren Schöpfungsgesang der Liebe aussenden und jeden einzelnen von
uns mit ihrer Liebe erreichen möchten. Wenn jemand wissen will, wie mit solchen
Stimmen umzugehen ist, könnten auch solche Fragen beantwortet werden.
Die Seele ist ein Gefäss, das im Anfang voller Liebe ist, wie unsere
Schöpfung, wie die ELOHIM-Schöpferengel und wie jeder der sieben Strahlen auch.
Alle bestehen aus reiner Liebe. Häufen wir nun in der Seele Karma an, so bleibt
immer weniger Raum für Liebe, schliesslich versiegt die Liebe in der Seele -
aber die Sehnsucht nach Liebe bleibt. Also wandern diese Seelen ruhelos umher
und suchen eine Seele, die ebenso liebebedürftig ist. Seelen, deren Karma so
schwer ist, dass sie es garnicht anschauen können, haben daher ein unermesslich
grosses Manko an Liebe.
Wie nähert sich nun die ruhelose Seele ihrem 'Opfer'. Sie macht es genau so,
wie ein Mann es macht, wenn er eine Frau für sich gewinnen will, 'Ich liebe
dich'. Die ruhelose Seele spürt, da ist eine Seele auf der gleichen bedürftigen
Liebesschwingung. Sie schlüpft ein und schwingt im Gleichklang. Der
Wohnungseinzug ist vollzogen. Die ruhelose Seele hat eine neue Adresse:
Herr/Frau/Kind X, Y Jahre alt, Z-Strasse 99. X merkt garnicht, dass da ein neuer
Gast eingezogen ist.
Es wäre nun falsch zu glauben, alle Männer seien ruhelose Seelen, wenn sie
eine Frau lieben. Es gilt lediglich zu unterscheiden zwischen dem
selbstsüchtigen Liebe-haben-wollen und dem Selbstvollen Liebe-geben-wollen.
Aufgepasst:
je stärker die Liebesbeteuerung, desto
grösser die Liebes-Bedürftigkeit
Eine Formel wie: 'Ich Liebe dich über alles' weist auf eine unermessliche
Liebes-Bedürftigkeit hin. Der oder die Angesprochene merkt es garnicht einmal,
weil man ja meint, man selber erhalte diese unendliche Liebe. Die ruhelose Seele
hat ihr 'Opfer' gefunden. Fortan wird der besetzte Mensch für die eigenen Zwecke
missbraucht.
Nur eine Quelle gibt es, aus der Liebe strömt, die göttliche
Quelle. Und das Selbst des Menschen ist Teil davon.
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